Hier meine Rezension zu „Elementarteilchen“.
Ich habe das Buch von Michel Houellebecq dieser Verfilmung nicht gelesen, daher kann ich über die Umsetzung nichts schreiben.
Die Besetzung ist (zumindest für deutsche Schauspieler) hochrangig: Moritz Bleibtreu (Bruno), Christian Ulmen (Michael), Martina Gedeck (Christiane), Franka Potente (Annabelle), Nina Hoss (Jane), Uwe Ochsenknecht (Vater Bruno), Corinna Harfouch (Dr. Schäfer), Ulrike Kriener (Annabelles Mutter), Jasmin Tabatabai (Yogini) u.a.
Nun aber zum Film an sich:
In diesem Film wird das Leben zweier Halbbrüder deutlich (ich meine: sehr deutlich) nachgezeichnet. Während der eine, Michael(eher ein „Nerd“), kaum bis keine Beziehung zu Frauen entwickelt, hat der andere, Bruno, ein ausgeprägtes (ich meine: sehr ausgeprägtes) Verlangen nach Frauen.
Dieser Film ist eher etwas für Menschen, die sich auch nicht an drastischen (ich meine: sehr drastischen) Szenen stören. So sieht man u.a. einen Bruno (Moritz Bleibtreu), der auf Fotos von Schülerinnen masturbiert, Schülerinnen in der Schule befummelt, wie er sich ausgiebig auf Sexparties aushält. Auch der Sprachgebrauch ist dem entsprechend. Diese drastischen Szenen spielen sich bei der Darstellung von Brunos Leben ab. Nebenbei bemerkt: Eine mir nahestehende Person wollte den Film mehrfach abschalten…. Die Darstellung vom Michaels Leben wirkt dagegen schon fast verklemmt. Er trifft nach Jahren (Jahrzehnten?) seine Jugendliebe wieder und es kommt, wie es in solchen Filmen eben kommt: Sie landen zusammen im Bett. Nun ja.
Nachdem man bei Sherlock Holmes der jüngsten Zeit ja bereits nicht mehr ein noch aus wusste und dachte, man sei irgendwo zwischen Matrix und Fight Club eingeklemmt, wirkt ein Blick auf Miss Marple doch erfrischend altmodisch. Richter tragen Roben und Perücken, Polizisten fahren Fahrrad und trinken im Mondschein Bier aus Krügen, alte Damen stricken.
Bei einer Neuverfilmung liefe man wohl Gefahr, mit einer Miss Marple als Kung-Fu Panda konfrontiert zu werden, doch nicht hier: Margaret Rutherford spielt die Stärke der resoluten, von allen aber beim ersten Zusammentreffen unterschätzten alten Dame stilsicher aus. Sidekick Mr Stringer läuft beständig Gefahr, in die Hände lustiger Witwen zu fallen (Mr "Jim" Stringer ist übrigens im wirklichen Leben Stringer Davis, der bis zu ihrem Tod 1972 mit Margaret Rutherford verheiratet war).
Der Film I am legend wirkt ganz seltsam ungelenk, allerdings erst mit zunehmender Dauer der Handlung, denn es fängt atmosphärisch dicht im völlig verlassenen New York an, wo die Spannung fingerdick in der Luft liegt und - eigentlich sehr hübsch - die Grenzen zwischen Jagen und Gejagtwerden in der Filmhandlung geschickt verwischt werden: Damwild, Raubtiere und mittendrin ein Schäferhund und sein Will Smith. Und die Bedrohung wirkt genau dann am stärksten, wenn niemand da ist.
Soweit ist alles richtig gemacht. Aber das reicht nur etliche Minuten. Und obwohl der Film versucht, möglichst gegen die drei großen unausgesprochenen Tabus zu verstoßen (Frauen, Tiere und Kinder gehen kaputt), schwingt er sich doch in keiner Weise zu einem chancenreichen Ablauf der Dinge auf.
Da wäre zunächst wieder das Grundübel der ganzen Gattung: schnelle Zombies.
Der aktuelle Indiana Jones ist etwas für Fans, was schon in Ordnung geht. Es gibt viel huiiii, peng peng und kabumm, einiges an höhö und *hahhhh*.
Er wird eben nicht jünger, wir ja auch nicht. Und für einen Achtzigjährigen leistet er Beeindruckendes. Er spürt deutlich weniger Schmerz als mit 40. Er haut offenbar auch fester zu. Liegt das an den Knoblauchpillen Ilja Rogoff? Nein, zu russisch, kann eigentlich nicht sein.
Apropos russisch: geben denn nun die Russkis genauso gute Feinde ab wie die Nazis? Oder spinnen die nicht total? Was fahren die da überhaupt im kalten Krieg mit 50 Mann und starkem Akzent einen Kristallschädel Plastikschädel durch die Gegend, ohne Aufsehen zu erregen? Und was um alles in der Welt will Indy auch noch in Leipzig? Hat auch er im kalten Krieg einen leichten Hau bekommen? Oder das Skript? Und wieso heißt Irina Spalko nicht Irina Spalkowa? Also hinten und vorne passt da ja nichts zusammen. Schnell nochmal Dr. Seltsam hinterhergucken, der dagegen ja wirkt wie reine Geschichtsschreibung samt Doomsday Device!
Wenn letzten Endes die Effekte auch dicker aufgetragen sind, als dass sie die etwas arg dünne Story noch zusammenhalten könnten, so sind die Popcorn-tauglichen Elemente doch eindeutig noch vorhanden und das reicht manchmal völlig aus für einen unterhaltsamen Kinoabend. Eines muss man dem Film darüberhinaus zugute halten: er bezieht seine Ästhetik nicht völlig aus dem Videospiel-Genre wie einiges, was so im Vorfilm lief ("Mumie").
Der sogenannte Kristallschädel allerdings ... der bezieht seine Ästhetik natürlich bestenfalls vom Dollar-Hugo (oder Franc-Horst) oder dem H.-R.-Giger-Bausatz "Sensenmann aus Plexiglas selber gießen in drei einfachen Lektionen" von Mattel.
Hier ein Eindruck von der Seriosität, die das im Film vermittelt...
Kann der Film sich wirklich entscheiden? Indiana Holmes und die Verschwörung des schwarzen Abtes, Sherlock Holmes begins oder Dr. Watson, the Dark Knight, Die purpurne Themse oder SherloX-Men: Origins, so hätte der Film auch heißen können. Denn wahrlich, hier wird ein gewaltiges Konfusionarium zusammengemixt und zusammengeklöppelt, dass es nur so eine Art hat. Anleihen macht man überall, mehr als einmal denkt man an James Bond Daniel Craig, aber den Sherlock Holmes von Doyle sieht man nicht so recht vorkommen. Vielleicht hat man ihn sich aber auch immer falsch vorgestellt.
Es geht sofort richtig los: Sherlock Holmes (Robert Downey Jr.) setzt seine Kombinationsgabe in der für den Film wesentlichsten Funktion ein: Fratzengeballer planen. Und zwar so: "1. in die Fresse hauen 2. Stock in den Solarplexus dreschen 3. Knie in die Weichteile rammen - Ergebnis: Bösewicht liegt am Boden." Und dann serviert der Film den ganzen Ablauf einmal in super-Matrix-Zeitlupe und anschließend noch einmal in Echtzeit. Oho!
Von Rationalität oder so was ist dann aber für den Rest des Filmes nicht mehr viel zu merken. Analoge Schlussketten tauchen noch auf, wo es heißt "FightClub mit Sherlock Holmes", was dann wiederum an Spiderman oder Wolverines Cage Fight gemahnt, aber der Rest ist völlig frei von Rationellem, außer natürlich ganz am Schluss, wo Holmes noch einmal den Gang der Dinge rekonstruiert.
Ja, hm vielleicht sollte man den Film rückblickend und mit einigem Abstand vor dem Hintergrund der Clooneyschen Enwicklung vom Emergency-Room-Schmachtfetzen bis zuletzt zum Hippiesoldaten in "Männer, die auf Ziegen starren" sehen. Er steht irgendwie am Anfang dieser Entwicklung. Man erkennt ja schon am Bild auf dem Cover, dass man es mit einer ganz subtilen, psychodramatisch und kammerspielhaft inszenierten Studie zum Thema "Krieg" zu tun hat.
Männer- und Frauenrollen werden völlig frei definiert: Clooney darf seine weibliche Seite zeigen und Kidman lässt immer offen, ob sich unter ihrer weißen Bluse ein Busen regt oder doch nur eine ausgeprägte Brustmuskulatur. Die Bösen sind ebenfalls gar nicht die Bösen, wie man sie erwartet: weder changiert der Russe zwischen inkompetent und korrupt, noch ist der bosnische Serbe eine Bestie. Und auch für den versuchten Massenmord in Manhattan mit Atombombe wird kein persönlicher Verlust geliebter Menschen verantwortlich gemacht.
Oder doch?
Ja! Und das ist ja das Poblem: genauso subtil wie Anakin Skywalker nach dem Tod seiner geliebten Mutter und dem Mord an den Tusken Raiders zu Darth Vader mutiert, genauso subtil fasst ein Vluk Vukovic oder Drak Drakovic (die haben aber auch immer Namen, die Balkanesen!) nach dem Tod von Frau (und besonders Kind) den Plan, mittels weggeschmuggelter Atombomben der UN und / oder Manhattan mal so richtig zu zeigen, was ein lustiger Bosniak eine anständige Harfe Harke ist. Aber wie ist das mit den Losern der Geschichte?
Mit den spannenden französischen Filmen ist das so eine Sache. Ästhetisch geht es oft zu wie in der Radeberger-Reklame: der Hintergrund ist immer irgendwie zu dunkel geraten und die Schatten werden nochmal extra mit Tintenfisch besprüht, damit die Gesichter umso leuchtender hervortreten können. Dabei ist es dann auch egal, wenn der Arbeitsplatz der Polizisten von Ausleuchtung und Ergonomie her dem Kloster der Bösen geradezu ebenbürtig ist. Nie sieht man was, und wenn man etwas sieht, steht es entweder in Flammen, oder es ist grün. Die appen Arme und Beine (oder auch mal Augen, wenn ich das richtig mitbekommen habe), werden so ein wenig lose in der Szenerie herumdrapiert und wissen nicht so recht etwas mit sich anzufangen. Sie stören aber eigentlich auch keinen. Dafür hat man anscheinend überall fließend Wasser von den Wänden installiert. Manchmal aber fließt auch Blut von den Wänden. Das kündigt unheilschwanger ein schweres Drama an.
Es gibt Filme, die kommen gar lustiger daher, als sie es im Endeffekt wirklich sind. Dabei bringen sie das Potenzial teils durchaus mit. Zombieland ist so einer von denen. Vielleicht will dieser Film auch in nordamerikanischer Form das sein, was Shaun of the Dead für das postapokalyptische Tony-Blair-Großbritannien sein konnte. Allein reicht manchmal der größte Anlauf allein eben nicht aus, um wirklich weit zu springen. Auch bei noch so viel Tempo geht einem dann möglicherweise nämlich die Puste aus, bevor es dem Zuschauer das Popcorn tut
.
Ein Kalauer? Ja, aber aufgepasst, wo bereits im Film das "K" lauert, auch wenn inhaltlich noch kaum etwas beschrieben ist. Auf dem Cover sieht man es schon: dort sind zwei, ja, mit etwas gutem Willen könnte man sagen "Heinis" abgebildet, zusammen mit zwei entsprechenden "Heinetten". Alle vier tragen offenbar einschlägige Körper-Dekonstruktions-Geräte mit sich herum (Pumpgun, Kettensäge [natürlich] und Schlagwerkzeuge aus dem Baumarkt) und blicken bemüht verwegen den Betrachter an.
So, und wie heißt der Regisseur? Genau: Ruben Fleischer. Er hätte auch Jean Tatar oder Holister Bratsch heißen können. Das wäre im Endeffekt aufs selbe hinausgelaufen. Nomen est omen.
So, wer spielt nun den ältesten und erfahrensten Zombie-Beseitiger? Woody Harrelson. Genau: Woody "Cheers" Harrelson, der aber auch Woody "Natural Born Killer" Harrelson ist. Und dieser Woody nun hat nur unter der Bedingung mitgespielt, dass sich Regisseur Fleischer eine Woche lang vegan ernährt. Reicht das noch nicht an Aberwitz?

Neulich beim Treffen der Skiptschreiber in Amerika: Ich hab' ne coole Idee: Matthew Perry als Zahnarzt. (leises Gelächter) Super, stell' Dir jetzt mal vor, der begegnet Bruce Willis. Und der ist Auftragskiller (großes Hallo im Raum). Und jetzt, jetzt ist die Frau von Matthew Perry auch noch Französin, so eine echte gemeine Zicke. Ja, die Franzosen sind alle **** (längeres Seitengespräch über französische Frauen und Männer und über Paris) Und Matthew Perry, der weiß jetzt voll, das der Bruce der Killer ist, und die Frau schickt den jetzt zu seinen Feinde, damit die den erledigen. Ja, ja und die Frau will das Geld kassieren. - OK, Jungs, gebongt, super Story. Das soll für nen ganzen Film reichen? Ja, ja klappt schon, ich muss jetzt zum Super Bowl.

Über den Inhalt braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Steht ja alles bereits im Titel. Und der Grund ist natürlich der gleiche, warum die meisten einen Porno drehen: Geld. Der Rest macht das vielleicht sogar aus Spaß an der Freude. Auch diese Menschen haben ihren Auftritt.
Zack und Miri sind das Paar, das in "1000mal berührt, 1000mal ist nix passiert" besungen wird. Zwei Zweck-WG-Bewohner unterschiedlichen Geschlechtes in einer Gegend, die in den USA als "untere Mittelschicht" durchgeht. Kein Suburbia, kein Ghetto. Ort der Handlung ist genau dieses Mileu, wo Menschen leben, die im Aufstieg des "pursuit of happiness" irgendwo in der Mitte stecken geblieben sind. Kleinbürglicher Existenzen mithin.

Nein, das mit den Ziegen betrachtenden Männern ist gar kein Tierfilm, auch wenn es zunächst so klingt, und der Titel lautet ja auch ein wenig anders: The Men Who Stare at Goats. Es geht in der Tat um Jedi-Ritter (Ewan McGregor, klar), Drogen (Jeff Bridges, klar) und die New Earth Army (deren Manifest hier zum Download bereit steht), ein unfaires Spiel (Kevin Spacey, klar), eigentlich nicht um Frauen (trotz George Clooney, der aber auch hier wieder keine Scheu vor komischen Gesichtsausdrücken hat und diese eigentlich sogar viel besser beherrscht als z.B. Kevin Kline), und es geht um einen zweifelhaften Krieg. Die gezeigten Kollateralschäden bleiben minimal (FSK 12), auch wenn der eine oder andere Zivilist sich am Außenspiegel auf der Landstraße in den Irak verfängt und sich die Sicherheitsfirmen, die man im Irak eingesetzt hat, als genau das Sicherheitsrisiko zeigen, das man in ihnen immer ahnt (es fängt ja schon bei der Security der Verkehrsbetriebe einiger deutscher Großstädte an, dass man bisweilen ein merkwürdiges Gefühl hat...). Und als die Bewusstseinssteigerungsmaschine von Kevin Spacey natürlich genau in die Hölle des Wahnsinns führt, die am nächsten liegt, blendet die Kamera gerade rechtzeitig in die absurde Totale oder gleich ganz aus... aber die dunkle (Ziegen, Hamster) und die helle Seite der Macht (Blumen, Tanzen, Badespaß) liegen nahe beieinander!
Der folgende Text stammt aus der Archivschublade ganz unten 
"Der Film hat ein paar gute Affen. Die Kloppereien sind auch nicht schlecht. Die Maske ist sogar so gut, dass die Affen die Menschen drei Viertel des Films lang an die Wand spielen koennen. Trotzdem verstoesst die Tim-Burton-Verfilmung direkt gegen mehrere Gebote guter Kinounterhaltung.
Ich habe mir noch mal "Generation Golf" von Florian Illiis vorgenommen. Aufgeschreckt durch eine Meldung, an einem Weseler Gymnasium würde ein Kalender mit Aktfotos von Schülerinnen und Schülern für die so genannte Abikasse verkauft. Vgl dazu auch weiterweisen hier.
Hugh Grant alias Alex Fletcher, abgehalfterter 80er-Jahre-Sänger soll noch mal einen TOP-Song schreiben. Nicht für irgendwen, sondern für eine total angesagte POP-Queen.
Naja. Ihm fällt nichts ein, Drew Barrymore alias Sophie Fisher kommt ganz zufällig als Ersatz-Blumen-gieß-Mädchen zu ihm in die Wohnung... Es kommt wie es kommen muss. Die gute Sophie Fisher ist total gut viel begabt in Songschreiben und Alex Fletcher bekommt den Zuschlag zum Song und zwischendurch verlieben sie sich und dann doch nicht und dann doch wieder, achje...
Wir sprechen hier über einen Film, in dem es kaum Musik und keine Specialeffects. Wo es egal ist, ob man ihn auf einem Monsterplasma oder noch der alten Studi-Röhre sieht. Ein Deutsch- und Englisch-LK Film für die Nerdgruppe unter den AbiturientInnen.
Fast 3 Jahre nach meiner wegweisenden Rezension zu Harry Potter 5, war es mir nun vergönnt, den Film "Harry Potter und der Orden des Phönix" auf DVD zu sehen. Ich schicke voraus, dass der Film aus der Stadtbücherei ausgeliehen war. Harry hat also vergleichsweise wenig daran verdient. Innerlich war ich schon während des Schauens beim Verfassen einer Hate-Rezension mit Kritik an
Ich hatte mich vom großen Prospekt des M-Markts verlocken lassen und mir meine erste Blu-ray Disc gekauft.
Fantastisch!
Die Bildqualität über die PS3 ist genial - ich glaube es geht nicht besser. Wenn man danach eine DVD schaut ist man enttäuscht 
Ich werde Bluray-Disc-Sammler (tolles Wort!)!
Ciao!
Luigi
Wenn es ein Genre gibt, das mir total auf die Eierstöcke geht, dann ist das dieser ganze Körperzerschnetzel-unmotivierte-und-pseudo-gerechtfertigte-völlig-durchsexualisierte-Gewalt-Scheiß.
Wenn man sich in den einschlägigen Foren heumtreibt, oder auch nur einmal bei amazon guckt, wie sich der Freund solcher Streifen gibt, dreht sich einem doch der Magen samt Inhalt um. Man weiß nur nicht genau, wovor es einem mehr gruselt.

Man soll ja die Oscar-nominierten Filme nicht unterschätzen, aber The Wrestler war dann sogar deutlich besser, als ich erwartet hatte. Mickey Rourke habe ich bis dato immer für so eine Art alte Charakterdarsteller-Hackfresse gehalten, aber da hat er sehr... anrührend gespielt. Und Marisa Tomei macht ihre Sache ebenfalls richtig gut. Auch außerhalb des Clubs.
Insgesamt macht dieser Film wenig falsch und geht mit seinen Charakteren menschlich um. Eigentlich haben alle die richtige Haltung, sind auch angenehm sensibel, haben aber offenbar im Leben zu viel einzustecken gehabt. Eigentlich kümmern sie sich auch rührend umeinander, auch wenn die Fetzen fliegen und das Blut läuft. Denn die Hölle, das sind ja eh nur die anderen. Und auch der sadistischste Wrestler verblasst gegen die Schikanen der German Potato Salad Lady an der Wurst-Theke. Zudem sind die Charaktere schön ausbalanciert - Randy "The Ram" Randinsky, der niemals wieder Robin sein will, Cassidy, die auf jeden Fall wieder Pam sein will, die kleinen Jungs und die großen Mädchen. Alle tough - und empfindlich zugleich.
Naja, was soll man sagen? Ich hatte im Flugzeug die Chance, ein paar Minuten dieses Films ohne Ton zu sehen. Es scheint so schlimm zu sein, wie es auf den ersten Blick wirkt. Das macht der treuen Fanbase sicher nichts aus, aber für den unbeteiligten Beobachter ist es nicht ohne! Es zieht einem quasi die Schuhe aus: man sieht dort allen Ernstes einen Zickenkrieg zwischen Hannah Montana und Tyra Banks um ein paar Zebraschuhe. Ja. Es könnten auch Giraffenschuhe sein. Oder Schuhe aus Katzenleder. Das würde der Würdelosigkeit der Veranstaltung auch keinen weiteren Vorschub leisten. Und der Rest? Im Wesentlichen ist es ein coming-of-age an der Heimatfront: Ein City Girl kehrt zurück zu seinen Wurzeln bei den Country Hicks. "Ich habe es satt, ein Doppelleben zu führen." Und so weiter und so fort. Samt Scheune und allem drum und dran. Umpf. Das liegt schwer im Magen wie ein Burger mit Pommes oder ein Country Barbecue.
Ja, seeing is believing oder so ... jetzt steht zwar schon Twilight - Eclipse Bis(
zum Abendbrot in den Startlöchern, dazu hier mehr, aber zunächst noch Twilight - ich konnte ja auf dem Langstreckenflug nicht davon lassen auszuprobieren, was denn an dem Film wohl so dran ist, denn schließlich hat er mit Bella Swan ja offenbar eine fast ebenso treue Fanbase wie Hannah Montana, Akne, Fips Asmussen oder die Schweinegrippe. Dafür wartet er aber auch mit den unglaubwürdigsten Charakteren auf, die man sich vorstellen kann. Nette, vegetarische Vampire, die in der Sonne glänzen. Gut, wer das hinnimmt, nimmt wohl alles hin.
Alles hinnehmen müssen ja auch die leicht angedooften High-School-Kiddies im Film, denen überhaupt nicht auffällt in welcher Weise Vampir-"Familie" Cullen komisch ist, die so leicht anämisch geschminkt durch die Gegend eiert und Superkräfte besitzt. Was ja in kleinen amerikanischen Städten so etwa auf jeden Dritte zutreffen muss. Gut, auf Plausibilität braucht man gar nicht bauen, die "Vampire" haben ja mit allem, was den historischen Vampirmythos betrifft, nur indirekt etwas zu tun, dafür soll der Film wohl den feuchten Träumen kleiner Mädchen und noch kleinerer Jungs eine Projektionsfläche bieten: oh, die Vampire schimmern so schön in der Sonne, oh, oh.
Hallo!
Gestern habe ich mir im Cinamaxx Avatar in 3D angesehen.
Die Technik funktioniert anders als bei den bisherigen 3D-Filmen, die ich gesehen hatte. Diesmal bekam man eine 3D-Brille, die aber keine Batterie hatte. Ausserdem konnte man das schöne Teil (à la Buddy Holly) nach dem Film behalten.
Für diesen Film muss man viel Zeit mitbringen. Ich betrat das Kino um 19:00Uhr, um 23:00Uhr ging ich wieder...eine halbe Stunde Werbung zum Anfang, zwischendrin eine Pause...hmm.
Sie haben witzig gesungen und Alvin hat den Mann angepupst,
und als sie getanzt haben, war es witzig.
Hallo Fans!
Gestern hatte ich die Gelegenheit Ice Age 3 im Kino in 3D zu sehen. Nach meinem Konzertbesuch bei Kraftwerk nun die zweite Möglichkeit etwas in 3D zu erleben.
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