James Bond ist ein Mensch aus Fleisch und Blut, hat Gefühle und eine Geschichte!!!!
Diese These schreit der neueste Bond in jeder der 120 Minuten dem geneigten Zuseher entgegen. Deshalb: einer der besten, aber auch einer der anstrengendsten James Bond Filme. Die Liebesgeschichte hat Schlagseite und droht Richtung Pilcher zu kentern, die Autos fahren immer nur pittoresk irgendwo vor, anstatt sich vernünftige Verfolgungsjagden zu liefern. Die Ford-Premier-Group hatte wohl zuviel Angst um ihre Jaguar, Rover, Aston Martin und Ford (der neue Mondeo hat einen Auftritt als Mietwagen). Dafür läuft der gute Craig die Hälfte des Films schwer blutend durch die High-Society.
Zudem hat Daniel Craig eine physische Präsenz, die der dandyhafte Brosnan vermissen lies. Craigs Bond nimmt man ab, dass er einen Zweikampf auch ohne Qs Gadgets gewinnt. Judy Dench als M macht endlich Sinn als Thatcherhafte Geheimdienstlady. Sie ist nicht mehr nur schablonenhafetes Abziehbild der emanzipierten Karrierefrau. Miss Moneypenny fällt ganz weg wie auch jegliches ironische Augenzwinkern der letzten 007 Filme. Craigs Bond ist von ganzem Herzen zynisch.
Dieser Bond ist absolut entwicklungsfähig, und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.
Bis dahin sollte man die Stelle des glaubhaften Bösewicht (deutsch?!) ausschreiben. In Casino Royal ist es Le Chiffre, der aber von seinem fancy Namen abgesehen einfach nur ein verdorbener Bankier der Kriegstreiber dieser Welt mit Adolfhaarschnitt ist. Das ist langweilig und ohne Identifikationsmöglichkeit. Bond sollte schon gegen einen General Kurtz oder ähnliches antreten.
Also: reingehen.
Kommentare
Sag niemals "mals" - ich
Sag niemals "mals" - ich hatte ja eigentlich gedacht, nach "Die Welt ist nicht genug" habe sich das ganze Ding erledigt, aber das klingt wie ein immerhin halbwegs halbherziger Neuanfang
Bin mal gespannt! Vermutlich schaue ich's dann als DVD.
"By Grabthar's Hammer - what a savings!"
DVD reicht auf jeden Fall -
DVD reicht auf jeden Fall - die große action ist es nicht. Außerdem spart man sich 45 (!!!!) Min Werbung und Trailer im Kino. Es sei denn, man macht's sich selbst.
Let's go again.
Faster, Pussycat, kill, kill!
Ja! Ja! Und nochmals JA!
Dieser Bond taugt! Allen Unkenrufen zum Trotz ist das tatsächlich ein Bondfilm, der wieder funktioniert... - wenn man bereit ist, sich auf eine völlige Unkrempelung der Figur einzulassen.
Setzt nicht die 20 vorherigen Abenteuer voraus, sondern vergesst, was einmal war!
Die Produzenten haben endlich einmal den Mut gefunden, den Geheimagenten von Grundauf rundzuerneuern. Das hat was von Format C:!! Alles bisher Dagewesene ist - bis auf M - rausgeflogen, keine schmachtende Moneypenny, kein Q, und vor allem, keine Monstergadgets mehr, die gerade im letzten Brosnan-Bond unangenehm aufstießen. Selbst der bekannte Teaser zu Beginn jedes Films - off!
James Bond ist ein sehr körperlicher Geheimagent, keine Spur mehr von einem smarten Spion wie Connery oder Lazenby, kein Sprücheklopfer mehr wie Moore oder wie der eher ölige Brosnan.
Vom Zynismus und der Brutalität her ist er da schon eher mit der Verkörperung des Bond durch Timothy Dalton zu vergleichen (ich weiß, der Vergleich hinkt), aber der Shakespearemime hätte nie von einer "bitch", geschweige denn vom "in die Eier hauen" gesprochen. Dieser Bond hier geht tatsächlich über Leichen und muss auch selbst insgesamt ziemlich schwer einstecken.
Ich schliesse mich meinem Vorredner an und freue mich auch auf eine Fortsetzung mit Daniel Craig. Bitte mehr davon!
PS: Im Film gibt es drei schöne Cameos zu entdecken.
Ist etwa Paris Hilton drin?
Ist etwa Paris Hilton drin? *weia!*
"By Grabthar's Hammer - what a savings!"
Lieblingsbonddialog
Lieblingsbonddialog ever:
Pussy Galore: My name is Pussy Galore.
James Bond: I must be dreaming.
"By Grabthar's Hammer - what a savings!"
Ja, das ist ein tatsächlich
Ja, das ist ein tatsächlich anderer Bond - könnte auch unter dem Namen "Der Würger von Wolfenbüttel" laufen, da ausgesprochen mehr Gebrauch von Nahdistanzwaffen wie Händen und Füßen gemacht wird als üblich. Craig hat aber, wenn ich nicht völlig falsch liege, großes Potenzial im Bond-Bereich. Mit Pilcher weiß ich's aber nicht - denn der Indiana-Jonessche "Ahh, Venedig"-Moment wird ja sehr dunkel ausgestaltet. Zweikämpfe in untergehenden Gebäuden sind aber schon nicht ganz ohne Reiz. Le Chiffre jedoch ist im Wesentlichen maximal Le Schmierig ... und der Aston Martin versagt völlig beim Elchtest. Nun, Gott schütze uns vor Sturm und Wind und Autos, die aus England sind...
Am allerbesten gefällt mir aber, dass die berühmte Zeile hier am Ende des Filmes lautet "The name is Bond - James Bond."
"By Grabthar's Hammer - what a savings!"
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