Babel von Alejandro Gonzalez Inarritu

Babel Ich bin ich im Kino gewesen und habe mir Babel angesehen. Ein Film, bei dem es um das Thema "Schuld" geht". Hauptdarsteller sind Cate Blanchett und Brad Pitt. Babel beschreibt vier Geschichten, die alle (irgendwie) zusammenhängen. Das besondere am Film ist genau dies und dass man die Zusammenhänge nicht gleich am Anfang zu sehen bekommt. Zwei marokkanische Bauernjungen von einem Ziegenhirten spielen mit einem Gewehr, dass ihr Vater gekauft hat, um die Ziegenherden vor Schakalen zu schützten. Die beiden spielen ein wenig mit dem Gewehr und wollen herausfinden, ob es wirklich (wie vom Verkäufer versprochen) 3km weit schiessen kann. Da kommt ein Reisebus mit Touristen vorbei. Der eine Junge zielt darauf und trifft zunächst offenbar nicht. Doch der Bus hält an - man ahnt, was passiert ist. Schnitt Zur gleichen Zeit in Japan hat eine taubstumme Teenagerin grosse Probleme Freunde zu finden und ihre direkte Art kommt nicht bei allen an. Ihr Vater, so lernt man später, hat einem Marokkaner sein Gewehr verkauft, der es wiederum an den Bauern weiterverkauft hat. Schnitt. Im Reisebus wird eine US-amerikanische Touristin getroffen. Das Problem ist nun, wie man sie aus dem Land und in ein Krankenhaus schaffen kann. Zuerst führt die Reise in ein kleines Dorf, wo sie von einem Tierarzt versorgt wird. Lange hat die US-amerikanische Botschaft Probleme einen Krankenwagen oder Helikopter zu organisieren, wegen Terrorgefahr, wie es heisst. Schnitt. Während die Eltern in Marokko unterwegs sind, um ihre Beziehung wieder aufzufrischen, hütet eine mexikanische Angestellte die Kinder. Da wegen dem Unfall das Paar länger in Marokko bleiben muss und die Angestellte an die Hochzeit ihres Sohnes gehen muss, nimmt sie die Kinder mit über die Grenze nach Tijuana. Bei der Rückfahrt von dieser Hochzeit werden sie am Zoll angehalten und der Fahrer verliert die Nerven. Sie hauen ab und stranden in einer Wüste. Als Folge wird die Mexikanerin ausgewiesen. Eine spannende Geschichte, die auch jeweils nur in kleinen Abschnitten erzählt wird. Man wechselt immer vom einen Schauplatz zum nächsten. Schön ist, dass wirklich starke Schauspieler (fast) klischeefrei diese Geschichte darstellen! Die Bilder aus Marokko mit der schönen Wüstenlandschaft (haben mich sehr stark an den Besuch in Syrien erinnert), Mexiko mit der “Fiesta”, Japan mit dem Grossstadtleben und dem kleinen marokkanischen Dorf sind atemberaubend. Sehr behutsam wird mit dem Ton umgegangen. Sobald die Situation dramatisch wird, etwa als die Amerikanerin im Bus angeschossen wird, ertönt ziemlich laut ruhige und sanfte Musik, während die Schreie fast gänzlich in den Hinttergrund gedrängt werden. Klasse! An dieser Stelle auch ein grosses Lob an Gustavo Santaolalla und alle anderen, die zum Soundtrack beigetragen haben. http://www.babel-derfilm.de/ Ein super Film! Unbedingt ansehen!

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