Naja, was soll man sagen? Ich hatte im Flugzeug die Chance, ein paar Minuten dieses Films ohne Ton zu sehen. Es scheint so schlimm zu sein, wie es auf den ersten Blick wirkt. Das macht der treuen Fanbase sicher nichts aus, aber für den unbeteiligten Beobachter ist es nicht ohne! Es zieht einem quasi die Schuhe aus: man sieht dort allen Ernstes einen Zickenkrieg zwischen Hannah Montana und Tyra Banks um ein paar Zebraschuhe. Ja. Es könnten auch Giraffenschuhe sein. Oder Schuhe aus Katzenleder. Das würde der Würdelosigkeit der Veranstaltung auch keinen weiteren Vorschub leisten. Und der Rest? Im Wesentlichen ist es ein coming-of-age an der Heimatfront: Ein City Girl kehrt zurück zu seinen Wurzeln bei den Country Hicks. "Ich habe es satt, ein Doppelleben zu führen." Und so weiter und so fort. Samt Scheune und allem drum und dran. Umpf. Das liegt schwer im Magen wie ein Burger mit Pommes oder ein Country Barbecue.
Aber so richtig möchte man im Falle Miley Cyrus auch gar nicht mehr nachtreten, wenn schon meine sechsjährige Tochter sagt, sie kann Hannah Montana nicht leiden, weil sie a) so eine Angeberin ist und b) ihre beste Freundin belügt. Das sitzt! Und zudem scheint der Stern von Miley Cyrus offenbar stark im Sinken begriffen zu sein. Oder er fängt spätestens nach dem Film arg zu sinken an. Jaja, und wer hilft dann den jungen Mädchen, deren Mundwinkel auch noch beim Lächeln nach unten hängen, wenn der Crash gekommen ist? Das ganze (hoffentlich) verdiente Geld geht dann ja doch nur wieder in die Drogen- oder Therapie-Industrie. Anstatt, dass man zum Beispiel mal mir (völlig ohne Ruhm usw.) die Millionen gäbe und ich mit denen problemlos fertig würde
- na, aber das muss jeder selbst wissen. Den Film jedenfalls schaue ich mir erst nach Borat und brüno vollständig an. Und Ali G. Und das kann noch eine ganze Weile dauern. Wiederum ist aber Hannah Montana als Name für eine Kunstfigur ein echter Glücksgriff. Es ist zwar nicht ganz so flott wie "Indiana Jones", aber "Hiltrud Milwaukee" oder "Charlene Oklahoma" hätten weit weniger schnittig geklungen (die Filmoma heißt übrigens auch nicht "Oma Oklahoma", sondern Grandma Stewart
)
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