Ja, was soll man sagen? Nachdem ich den Film am Tag X mit Person A gesehen habe, habe ich ihn mit Person B am folgenden Tag direkt mit dem gleichen Genuß noch mal angeschaut. Passiert selten und spricht für sich gesehen auch nicht unbedingt für einen Film.
Die Story ist simpel und jeder kennt sie aus dem Kindergarten: der Kindergartenschläger war wieder richtig fies und hat zusammen mit seiner Gang schlimme, wirklich schlimme Gemeinheiten begangen. Im Gegensatz zum echten Leben kommt aber nun ein Rächer und gibt dem Schläger und seinen gedungenen Kumpanen ordentlich was auf die Nuss.
Diese leicht zu durchschauende Story verknüpft ca. 5 Schießereien, die in jedem anderen ernsthaft bemühten Actionstreifen locker als Showdown durchgehen würden.
Dazu kommt der entschiedene Einsatz von Möhren, die im Kampfeinsatz zeigen, dass sie mehr können als Vitamin A spenden. Und dann ist da noch das in amerkanischen Filmen offensichtlich notwendige Lob der Familie, das aber hier so grundsympatisch und mehrfach gebrochen vorkommt, das es mehr als erträglich ist.
Schließlich: der Böse ist kein Börsen-, Presse, Sonstwas-Lackaffe wie in den letzten Bondfilmen, sondern ein wirkliches Arschloch - als solches aber auch in seinen Motivationen nachvollziehbar wie der Rest der Charaktere.
Wenn dann in einer Nebensequenz der nichtblinkende, rücksichtlos fahrende Börsenlackaffe mitsamt seiner S-Klasse von den Guten an den Straßenrand gedrängt wird (nicht ohne das der Zuschauer vom Helden vorher über den Charakter solcher Leute aufgeklärt wird) und im tatsächlichen Showdown der Oberfiesling ohne Pistole mit Hilfe gebrochener Finger erschossen wird, dann ist das nicht schön, aber die Schadenfreude und andere niedrige Instinkte des Sozialkritikers sind vollauf befriedigt.
Also: Thumbs up!
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