"Rauchende Colts" hieß es in den seligen 70ern und 80ern und war (auch mangels Alternative) quasi Pflichtprogramm.
Auch in Smoking aces rauchen viele Colts und sonstige Schusswaffen. Liebhaber des forcierten Motorsägeneinsatzes kommen ebenfalls auf ihre Kosten.
Die Story ist simpel: im obersten Stockwerk hat sich der Kronzeuge eines Mafiaprozesses einquartiert. Auf ihn ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Es machen sich verschiedene Profikiller(teams) auf den Weg und im Gegenzug versuchen zwei FBI Agenten den Kronzeugen zu schützen.
Tiefe gewinnt keiner der Charaktere, nur am überraschenden Schluss wäre man doch irgendwie neugierig wie es weitergeht. Auf der anderen Seite wirkt der Schluss aber so aufgesetzt wie in einem Playboy-Video ein kurzer Schwenk auf den "Dostojewski", der auf dem Nachttisch liegt. Insofern hielt sich die Neugier in Grenzen.
Unterhaltsam ist das Ganze zwar schon, aber spätestens beim Beginn des Hauptgemetzels wünscht man sich einen praktischen "skip intro" - button, um zu der Stelle zu gelangen, an der es spannend bzw relevant wird. Man wird das Gefühl nicht los, in einem wirklich guten Playstation 3-One-Person-Shooter-Trailer zu sitzen - nur dass man zum Spielen eben nicht kommt.
Also: lieber Tarantino oder Filme wie "The Transporter" einlegen. Ich sehe lieber mit Genuss zu, wenn Dinge zerlegt werden. Und wenn schon ein Mordreigen ansteht, dann bitte mit Humor und Klasse wie beim guten Quentin.
Darsteller: Ryan Reynolds, Ray Liotta, Jeremy Piven, Ben Affleck, Peter Berg
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