Mit den spannenden französischen Filmen ist das so eine Sache. Ästhetisch geht es oft zu wie in der Radeberger-Reklame: der Hintergrund ist immer irgendwie zu dunkel geraten und die Schatten werden nochmal extra mit Tintenfisch besprüht, damit die Gesichter umso leuchtender hervortreten können. Dabei ist es dann auch egal, wenn der Arbeitsplatz der Polizisten von Ausleuchtung und Ergonomie her dem Kloster der Bösen geradezu ebenbürtig ist. Nie sieht man was, und wenn man etwas sieht, steht es entweder in Flammen, oder es ist grün. Die appen Arme und Beine (oder auch mal Augen, wenn ich das richtig mitbekommen habe), werden so ein wenig lose in der Szenerie herumdrapiert und wissen nicht so recht etwas mit sich anzufangen. Sie stören aber eigentlich auch keinen. Dafür hat man anscheinend überall fließend Wasser von den Wänden installiert. Manchmal aber fließt auch Blut von den Wänden. Das kündigt unheilschwanger ein schweres Drama an.
Es gibt Filme, die kommen gar lustiger daher, als sie es im Endeffekt wirklich sind. Dabei bringen sie das Potenzial teils durchaus mit. Zombieland ist so einer von denen. Vielleicht will dieser Film auch in nordamerikanischer Form das sein, was Shaun of the Dead für das postapokalyptische Tony-Blair-Großbritannien sein konnte. Allein reicht manchmal der größte Anlauf allein eben nicht aus, um wirklich weit zu springen. Auch bei noch so viel Tempo geht einem dann möglicherweise nämlich die Puste aus, bevor es dem Zuschauer das Popcorn tut
.
Ein Kalauer? Ja, aber aufgepasst, wo bereits im Film das "K" lauert, auch wenn inhaltlich noch kaum etwas beschrieben ist. Auf dem Cover sieht man es schon: dort sind zwei, ja, mit etwas gutem Willen könnte man sagen "Heinis" abgebildet, zusammen mit zwei entsprechenden "Heinetten". Alle vier tragen offenbar einschlägige Körper-Dekonstruktions-Geräte mit sich herum (Pumpgun, Kettensäge [natürlich] und Schlagwerkzeuge aus dem Baumarkt) und blicken bemüht verwegen den Betrachter an.
So, und wie heißt der Regisseur? Genau: Ruben Fleischer. Er hätte auch Jean Tatar oder Holister Bratsch heißen können. Das wäre im Endeffekt aufs selbe hinausgelaufen. Nomen est omen.
So, wer spielt nun den ältesten und erfahrensten Zombie-Beseitiger? Woody Harrelson. Genau: Woody "Cheers" Harrelson, der aber auch Woody "Natural Born Killer" Harrelson ist. Und dieser Woody nun hat nur unter der Bedingung mitgespielt, dass sich Regisseur Fleischer eine Woche lang vegan ernährt. Reicht das noch nicht an Aberwitz?
Ein ganzer Film mit einem einzigen zur Maske erstarrten Gesichtsausdruck. Ganz ohne Botox.
Wenn es ein Genre gibt, das mir total auf die Eierstöcke geht, dann ist das dieser ganze Körperzerschnetzel-unmotivierte-und-pseudo-gerechtfertigte-völlig-durchsexualisierte-Gewalt-Scheiß.
Wenn man sich in den einschlägigen Foren heumtreibt, oder auch nur einmal bei amazon guckt, wie sich der Freund solcher Streifen gibt, dreht sich einem doch der Magen samt Inhalt um. Man weiß nur nicht genau, wovor es einem mehr gruselt.
Ja, seeing is believing oder so ... jetzt steht zwar schon Twilight - Eclipse Bis(
zum Abendbrot in den Startlöchern, dazu hier mehr, aber zunächst noch Twilight - ich konnte ja auf dem Langstreckenflug nicht davon lassen auszuprobieren, was denn an dem Film wohl so dran ist, denn schließlich hat er mit Bella Swan ja offenbar eine fast ebenso treue Fanbase wie Hannah Montana, Akne, Fips Asmussen oder die Schweinegrippe. Dafür wartet er aber auch mit den unglaubwürdigsten Charakteren auf, die man sich vorstellen kann. Nette, vegetarische Vampire, die in der Sonne glänzen. Gut, wer das hinnimmt, nimmt wohl alles hin.
Alles hinnehmen müssen ja auch die leicht angedooften High-School-Kiddies im Film, denen überhaupt nicht auffällt in welcher Weise Vampir-"Familie" Cullen komisch ist, die so leicht anämisch geschminkt durch die Gegend eiert und Superkräfte besitzt. Was ja in kleinen amerikanischen Städten so etwa auf jeden Dritte zutreffen muss. Gut, auf Plausibilität braucht man gar nicht bauen, die "Vampire" haben ja mit allem, was den historischen Vampirmythos betrifft, nur indirekt etwas zu tun, dafür soll der Film wohl den feuchten Träumen kleiner Mädchen und noch kleinerer Jungs eine Projektionsfläche bieten: oh, die Vampire schimmern so schön in der Sonne, oh, oh.
Mußte mein MacBook letztens wegen Sabberschadens zur Repartur bringen, nachdem ich den Link zu einem Autotest aufgerufen hatte. Getestet wurde die alte Testosteronschleuder VW Golf Plus. Ein nettes, praktisches Auto, keine Frage; aber die von der Autoindustrie gesponserte, unabhängige Journalie schafft auch hier, einen automobilen Porno zu schreiben.
Wir lesen:
Da folgt man mit höchster Alarmstufe einem Link unter "glücklicher tag" und ahnt nachdem man eine Fake-email eingegeben hat, fünf Fragen (möchten Sie ... gewinnen?) beantwortet und schließlich zur Moneyshot-Seite kommt, wer hier einen schönen Tag haben wird. Eine Perle in dieser Abzocke: "weitere Gebühren können anfallen." *lol*
"ICE oder Dampflok - Sie haben die Wahl.
Kernkraft ist unverzichtbar - z.B. bei der Bahn!
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